Denkmalschutz AfA: Steuerabschreibung für Baudenkmäler

Denkmalgeschützte Immobilien verschaffen den Anlegern höhere Steuersparmöglichkeiten über die Abschreibungen als übliche Altbauten und Neubauten. Ermöglicht wird das durch die Denkmal-AfA (Absetzung für Abnutzung). Diese stellt eine besondere Form steuerlicher Absetzbarkeit der Investitions- und Instandhaltungskosten bei denkmalgeschützten Immobilien dar. Der deutsche Staat belohnt mit der Denkmalschutz-AfA diejenigen Eigentümer und Kapitalanleger, die deutsche Baudenkmäler sanieren und somit für künftige Generationen erhalten. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um eine Luxusvilla, ein Stadthaus oder ein Mehrfamilien-Objekt handelt. Gesetzlich wurden die Grundlagen in den §§ 7h und 7i EStG festgelegt. Die Kapitalanleger können über die Denkmalschutz-AfA 12 Jahre lang einen gewissen Prozentsatz ihrer Kosten geltend machen, bis 100 Prozent der gesamten Sanierungskosten des Baudenkmals gewürdigt wurden. Dem Eigennutzer räumt die AfA auf Denkmale diese Möglichkeit für eine 90-prozentige Abschreibung über den Zeitraum von 10 Jahren ein. Die übliche Abschreibung von 2,0 oder 2,5 Prozent auf alle Immobilien (je nach Baujahr bis oder nach 1925) erhalten die Denkmalobjekte obendrein. Kapitalanleger setzen von den Sanierungskosten acht Jahre lang pro Jahr 9 Prozent ab, in den letzten vier Jahren je 7 Prozent, wodurch die Gesamtabsetzung von 100 Prozent zustande kommt. Privatnutzer setzen über ein Jahrzehnt jährlich 9 Prozent ab. Auf diese Weise ist es möglich, dass denkmalgeschützte Bauten vorteilhaft saniert werden, was allen Seiten zugutekommt.